Chronisches Erschöpfungs Syndrom

CFS (Chronisches Fatigue=Erschöpfungs Syndrom)

Durch hohe Anforderungen der modernen Gesellschaft an den Einzelnen-, sowie durch individuell hohen Erfüllungsdruck- und Anspruch werden vermehrt Störungsbilder beobachtet, die durch Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Erschöpfung und Leistungsminderung geprägt sind. Diese allgemeinen Erschöpfungszustände können sowohl im Rahmen endokriner Umstellungsvorgänge (Schilddrüsenfunktionsstörungen; Wechseljahrsbeschwerden) auftreten auch als Folge einer chronischen Streßexposition.

Somit ist das CFS oft Folge chronischen Belastungen, die langfristig nicht kompensiert werden konnten, d.h. zu einer Erschöpfung der körpereigenen Ausgleichs („Kompensations-“) mechanismen geführt haben.  Pathogenetisch (d.h. auf krankheitsauslösend)  sind auf laborchemisch Inflammation (Entzündungsreaktionen), Störungen der hormonellen Regulationsmechanismen (hypophysär- hypothalamisch), Störungen des mitochondrialen Energiestoffwechsels (Energiegewinnung des Körpers aus Zucker und Sauerstoff) , spezifische Defizite von Neurotransmittern (Signalvermittler der Nervenzellen) und Störungen der tagesabhängigen hormonellen Regulationsabläufe. Ebenso werden Veränderung des normalerweise regenerativen Schlafmusters beobachtet.

Auch gehen diese Veränderungen oft mit den Umstellungen von hormonellen Regulationsvorgängen der Lebensmitte (Menopause bei Frauen, Andropause bei Männern) einher.

In der klinischen Diagnostik stehen hierzu mittlerweile sehr spezifische Verfahren zur Ermittlung der – zum Teil sehr individuellen- Ursachen zur Verfügung, die im Rahmen einer Stufendiagnostik zur Anwendung kommen.

 

CRF (Cancer Related Fatigue): Erschöpfungssyndrom bei Tumorerkrankungen

Ein besonderes Augenmerk hat dabei in den letzten Jahren die CRF (Cancer Related Fatigue) gewonnen. Diese-, im Rahmen onkologischer Erkrankungen (und vor allem Therapien) beobachtete Krankheitsbild stellt eine besondere Herausforderung dar, da Therapien von Krebserkrankungen einerseits deutlich effektiver geworden sind, andererseits doch gerade die neuartigen, sehr gezielten Medikamente zunehmend Erschöpfungssymptomatik auslösen können.

Dabei sind auch neurologische Störungsbilder wie die Schädigung peripherer Nerven (CIPN: Chemotherapie Induzierter Polyneuropathie) bis hin zu besonderen Verlaufsformen  (Chemobrain/ CICI: Chemotherapy Induced Cognitive Impairment) mit massiver Beeinträchtigung der Lebensqualität von grosser Bedeutung.

Um unter oder nach einer Therapie rasch ein Höchstmass an Lebensqualität zurückzugewinnen zu können werden auch hier differenzierte diagnostische- und therapeutische Konzepte umgesetzt.

 

Orientiert an den Ergebnissen gezielter Diagnostik kommen interdisziplinäre- und damit  ganzheitliche Behandlungsstrategien (wie z.B. medikamentöse Therapien- Phytotherapeutika, diätetische Massnahmen, Lebensstil- und Ernährungsberatung, graduierte körperliche Bewegung/ Sportprogramme, Achtsamkeitsübungen, kognitive Verhaltenstherapie, Mikronutrienten (nach vorheriger Analyse), Coaching oder auch spezifische psychotherapeutische Interventionen) zum Einsatz.

Langfristig ist das Hauptziel die Stärkung körpereigener Resourcen.

Dr. Christopher Wolf ist bei AREION Ihr kompetenter Ansprechpartner hinsichtlich Erschöpfungssyndromen. Kontakt über info@areion-med. de oder 0731 85079770