Dauerschnupfen Ulm / Neu Ulm

Dauerschnupfen – Ursachen, Diagnostik und Therapie

 

Unsere Nase ist ein Hochleistungsorgan. Sie ermöglicht uns nicht nur mehr als 10.000 Riechstoffe wahrzunehmen, sondern ist auch die erste Station und die Klimaanlage für unsere Atemwege. Durchschnittlich werden 6 l Atemluft pro Minute ventiliert, gereinigt, erwärmt und befeuchtet und damit für die Lunge vorbereitet.

Wenn die Nasenatmung blockiert wird kommt es zu einer Einschränkung oder gar zu einem Wegfall dieser wichtigen Funktionen. Neben einer Einschränkung  oder gar dem Verlust des Riechvermögens können Erkrankungen von Nase, Nasennebenhöhlen, Rachen, Kehlkopf und auch der tiefen Atemwege auftreten. Weiterhin ist eine nächtliche Mundatmung häufig mit lautem Schnarchen verbunden.

Wodurch kann es zu einer Behinderung der Nasenatmung kommen ?

Es kommen zahlreiche Ursachen in Frage die letztendlich nur durch den HNO-Arzt komplett abgeklärt werden können.

Im Einzelnen sind hier zu nennen:

 

Angeborene und erworbene Formveränderungen der äußeren und inneren Nase

Virale und bakterielle Infektionen

Chronische Entzündungen der Nase und der Nasennebenhöhlen

Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen

Nasale Hyperreaktivität

Laryngopharyngealer Reflux

 

und selten

 

Tumoren oder Fremdkörper

 

Für die  Ursachenabklärung ist eine gezielte Diagnostik erforderlich.

 

Am Anfang steht dabei eine gründliche Anamnese, welche die Art der Beschwerden, den zeitlichen Verlauf, Begleitsymptome, sonstige Erkrankungen oder Beschwerden sowie frühere Untersuchungen und Therapien sowie Medikamenteneinnahme beinhaltet.

 

 

Der nächste Schritt ist eine klinische Untersuchung die das komplette HNO-Gebiet und natürlich vor allem Nase, Nasennebenhöhlen und Nasenrachen umfassen. Hier lassen sich bereits wichtige Hinweise für eine Nasenscheidewandverkrümmung, für eine Vergrößerung der Nasenmuscheln, für Entzündungen, Polypenbildung oder gar Tumoren finden.

 

 

Um die Auswirkungen von angeborenen oder erworbenen Formveränderungen auf die Nasenatmung zu objektivieren führen wir eine sogenannte Rhinomanometrie durch. Hierbei wird der nasale Luftfluss gemessen. Dieses nicht invasive , einfach durchzuführende Verfahren gibt uns wichtige Informationen über das Ausmaß der behinderten Nasenatmung.

 

Das Riechvermögen wird mit Hilfe standardisierter Riechstoffe die der Patient erkennen muss festgestellt.

 

Bei Erkrankungen der Nasennebenhöhlen oder bei Tumorerkrankungen der Nase und der Nasennebenhöhlen sind bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall, CT oder MRT erforderlich

 

Wenn der Verdacht auf das Vorliegen einer Allergie besteht erfolgen zunächst Hauttestungen wie z.B. der Prick-Test . Hierbei werden allergenhaltige Tröpfchen auf die Unterarmhaut aufgebracht  und anschließend mit einer Lanzette oberflächlich in die haut gebracht. Bei einer Sensibilisierung gegen Pollen, Milben oder anderen Allergenen findet sich nach Ablauf von 30 Minuten eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Rötung.

 

Eine Sicherung der Diagnose erfolgt anschließend durch den Nachweis von spezifischen IgE-Antikörpern im Blut oder im Nasensekret. Ferner sind in bestimmten Fällen auch Provokationstestungen erforderlich.

 

Hierbei werden Allergenlösungen auf die Nasenschleimhaut oder die Bindehaut aufgebracht.

Im Rahmen der Diagnostik von Entzündungsreaktionen im Bereich von Nase und Nasennebenhöhlen sind bisweilen zusätzliche Blutuntersuchungen und mikrobiologische Untersuchungen von Nasenabstrichen notwendig.

 

 

Nun zu den Behandlungsmöglichkeiten.

 

Formveränderungen der äußeren und oder der inneren lassen sich nur operativ durch eine Rhinoplastik , eine Septumplastik oder eine Kombination beider OP-Verfahren korrigieren. Wir führen diese Eingriffe grundsätzlich in Narkose durch. Je nach Wunsch des Patienten kann die Operation ambulant oder stationär erfolgen. Zum Einsatz kommen dabei minimal-invasive OP-Techniken. Auf eine den Patienten belastende Nasentamponade kann dabei meist verzichtet werden.

In der Areion HNO-Privatpraxis werden diese Eingriffe nur von Fachärzten mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Nasenchirurgie durchgeführt.

 

Virale oder sonstige mikrobielle Entzündungen der Nase und der Nasennebenhöhlen werden mit abschwellenden Nasentropfen, schleimlösenden Medikamenten und schleimhautpflegenden Salben und Sprays behandelt. In  bestimmten Fällen kann diese Therapie durch cortisonhlatige Nasensprays ergänzt werden.

Bei bakteriellen Infektionen kann eine antibiogrammgestützte Antibiotikatherapie erforderlich werden.

 

Für die Behandlung von Allergien bieten sich grundsätzlich zwei Wege an, die symptomatische medikamentöse Behandlung mit Antihistaminika und/oder Cortisonpräparaten die sowohl lokal als Sprays oder systemisch als Tabletten oder Injektionen verabreicht werden können. Oder als kausale Behandlung die Immuntherapie die auch als Hyposensibilisierungsbehandlung bekannt ist. Nach meiner Einschätzung ist wenn immer möglich die Immuntherapie die auf Dauer exzellente Terapieerfolge ermöglicht zu bevorzugen. Zusätzlich sind je nach Art der Allergie weitere Maßnahmen die der Beseitigung von Allergenen aus der Umgebung des Allergikers dienen erforderlich.

 

Bei therapieresistenten Entzündungen der Nasennebenhöhlen denen eine behinderte Drainage , d.h. ein gestörter Abfluss des Sekrets aus der betroffenen Nebenhöhle zu Grunde liegt bleibt als letzte Möglichkeit eine Operation. Diese Eingriffe werden heute fast ausschließlich minimal-invasiv endoskopisch, d.h. ohne Schnitt von außen durchgeführt. Wenn die Eingriffe durch einen erfahrenen HNO-Facharzt durchgeführt werden sind diese Eingriffe die sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt werden für den Patienten wenig belastend. Das Risiko ifür Komplikationen ist dann gering.

 

Gelegentlich führt ein Vergrößerung oder rezidivierende Schwellung der Nasenmuscheln zu einer behinderten Nasenatmung. Als erste Therapiemaßnahme kommt hier eine Behandlung mit cortisonhaltigen Nasensprays zum Einsatz.

Wenn dies nicht ausreicht kann mit einer operativen Verkleinerung der Nasenmuscheln die Nasenatmung verbessert werden. Auch hier stehen wenig belastende minimal-invasive Therapieverfahren die ambulant zum Einsatz kommen zur Verfügung.

 

Bei den sehr seltenenTumoren der Nase u. der NNH kommen je nach Art des Tumorleidens  eine Operation, eine Strahlentherapie, eine Chemotherapie oder eine Kombination der genannten Verfahren zum Einsatz.

 

Fazit:

einer behinderten Nasenatmung können zahlreiche Ursachen zu Grunde liegen die unterschiedliche diagnostische und therapeutische Ansätze erfordern. In der HNO-Privatpraxis im AREION Zentrum in Neu Ulm finden Sie Fachärzte mit jahrzehntelanger Erfahrung auf dem Gebiet der Rhinologie, Allergologie und Nasenchirurgie die Ihnen gerne weiterhelfen.