Neuraltherapie Ulm / Neu -Ulm

Neuraltherapie in Neu Ulm – AREION

 

Was ist Neuraltherapie?

 

Neuraltherapie ist ein sehr effektives und risikoarmes Verfahren zur Regulierung des Organismus als Ganzes. Sie hat daher nicht nur einzelne Symptome im Blick, sondern betrachtet vielmehr das gesamte „Betriebssystem“ des Körpers.

Diese Sichtweise ordnet sie bei den Naturheilverfahren ein. Ihre wissenschaftlich begründete Art des therapeutischen Vorgehens macht sie aber zu einem Bindeglied zwischen Naturheilkunde und Schulmedizin.

 

In der Neuraltherapie werden kurzwirksame Lokalanästhetika (örtliche Betäubungsmittel) zur Diagnostik und Therapie eingesetzt. Die Injektionsstellen sind vielfältig und hängen vom jeweiligen Krankheitsbild ab. Meist wird Procain an genau definierte Körperstellen injiziert, um körpereigene Regelkreise positiv zu beeinflussen. So werden natürliche Selbstheilungsprozesse aktiviert und der Körper in die Lage versetzt, Krankheiten selbst auszuheilen.

Der sicher bekannteste Ansatzpunkt bei der Neuraltherapie ist der therapeutische Einsatz von Lokalanästhetika direkt an der schmerzenden Körperstelle. Diagnose und Anwendung dieser Behandlungsmethode ist für Patienten meist gut nachvollziehbar und einleuchtend.

 

 

Segmenttherapie

 

Schmerzen haben jedoch häufig komplexere Ursachen. Der Grund ist die enge „Verschaltung“ verschiedener Körperregionen (Segmente) über Nervenbahnen im Rückenmark.

Die „Segmenttherapie“ beinhaltet eine kurzzeitige örtliche Betäubung, sorgt aber langfristig für Besserung, indem sie innerhalb eines Körpersegmentes Funktionen reguliert, Durchblutung und Reizübertragung normalisiert und Muskelverspannungen löst.

Der menschliche Körper ist in sogenannte Segmente unterteilt. Jedem Segment ist ein klar definierter Bereich der Haut, der Muskulatur, des Bindegewebes, der Gefäße und der Knochen/Gelenke zugeordnet und steht über einen zugehörigen Nerv mit einem Segment des Rückenmarks in Verbindung. Diesem Rückenmarkssegment ist ebenso ein inneres Organ über einen Nerv zugeordnet. Somit ist über die Injektion in einen bestimmten Hautbereich z.B. eine Wirkung am zugehörigen inneren Organ möglich. In der Segmenttherapie wird häufig ein Lokalanästhetikum direkt unter die Haut gespritzt (Quaddelung), aber auch in Muskelverhärtungen, Bandapparat, Muskelansätze, Nerven, Ganglien (Nervenknoten) oder in Gefäße (Venen und Arterien). Das verwendete Procain wirkt nicht nur auf die Nerven beruhigend, sondern auch entzündungshemmend, durchblutungsfordernd und antiallergisch.

Schlägt diese Form der Neuraltherapie nicht an, wird als nächster Schritt eine Störfeldbehandlung eingeleitet.

 

 

Störfeldtherapie

 

Die Neuraltherapie geht davon aus, dass sich verschiedenste schmerzhafte Vorgänge selbständig in Gang halten. Schmerzen können also auch durch sogenannte „Störfelder“ erzeugt oder verstärkt werden. Darunter versteht man chronisch krankhafte Zustände, die über das weit verzweigte vegetative Nervensystem auf andere Körperregionen ausstrahlen, den gesamten Organismus schwächen und Heilungsprozesse blockieren. Störfelder entstehen durch Entzündungen verschiedenster Art und senden Nervenimpulse aus, die sich im Segment oder an einem fern gelegenen Empfängerorgan als Schmerz oder chronische Erkrankung präsentieren können.

Ein Störfeld kann prinzipiell jede Stelle des Körpers sein. Typischerweise ist ein Störfeld stumm, d.h. es ist schmerz- und beschwerdefrei, kann sich manchmal jedoch bei Wetterwechsel melden. Ca. 80% der Störfelder liegen im Kopf-Halsbereich, ca. 10% im Unterbauch oder gynäkologischen Bereich.

Beispiele für Störfelder sind: Narben nach Operationen (z.B. Mandel- oder Weisheitszahnentfernung, Kaiserschnitt), Knochenbrüche, Traumata, chronische Entzündungen (z.B. im HNO-Bereich: Nebenhöhlen, Mandeln, Polypen), Zahnherde und vieles mehr.

Jede chronische Erkrankung kann störfeldbedingt sein.

Jede Erkrankung oder Verletzung kann ein Störfeld hinterlassen.

Jede Störfelderkrankung ist ausschließlich durch Ausschalten des Störfeldes, z.B. mittels Procaininjektion heilbar.

 

Wann und wo hilft Neuraltherapie?

Als modernes Regulationsverfahren beeinflusst die Neuraltherapie alle Regelkreise des Organismus: nerval, hormonell, muskulär, circulatorisch und lymphatisch ebenso wie Skelett, Verdauungs- und Ausscheidungsorgane. Somit sind die Einsatzmöglichkeiten breit gefächert.

Hier einige Beispiele für akute und chronische Erkrankungen, die gut mit Neuraltherapie behandelt werden können:

– jede Form von Schmerzen: Kopfschmerzen, Migräne, Trigeminusneuralgien

– Gesichtsnervenlähmungen

– Schwindel

– Tinnitus (Ohrgeräusche)

– Allergien , Pseudoallergien, Asthma, Heuschnupfen

– Chronische Kieferhöhlenbeschwerden, Riechstörungen

– Chronische Mandelentzündung

– Tubenbelüftungsprobleme

– Kiefergelenksdysfunktion

– Druck- und Fremdkörpergefühl im Hals

– Schmerzen am Bewegungsapparat bei Bandscheibenschaden, Schleudertrauma, Hüftbeschwerden

– Gynäkologische Beschwerden

– Durchblutungsstörungen

Ob Ihre Beschwerden durch eine Neuraltherapie behandelt werden können, kann nur nach einer ärztliche Untersuchung und Anamnese geklärt werden.