Schlafapnoe und Schnarchtherapie Ulm/Neu Ulm

 

Gesundheitsrisiko Schlafstörung – Schlafen Sie gut und ausreichend ?

 

Die Bedeutung des Schlafes für unsere Gesundheit wird nicht zuletzt dadurch verdeutlicht, dass wir rund ein Drittel unseres Lebens im Schlaf verbringen. Nur Dank dieser nächtlichen Erholungspausen wird uns ein aktives, gesundes Leben möglich.

Umso nachdenklicher stimmt die Tatsache, dass nach Analysen des Robert Koch – Instituts ca. 25 % der deutschen Bevölkerung unter Schlafstörungen leiden.

Mit am häufigsten ist dabei das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS).

 

Was versteht man unter einem OSAS?

Hierbei kommt es im Schlaf immer wieder zu Atemstillständen (Apnoen) oder  Minderatmungen (Hypopnoen). Hierdurch sinkt der Sauerstoffgehalt des Blutes mehr oder weniger stark ab bis der Körper im Sinne einer Alarmreaktion ein kurzes Aufwachen mit tiefen Atemzügen veranlasst um die Sauerstoffsättigung wieder auf ein normales  Niveau zu bringen. Diese nächtlichen Weckreaktionen werden von den Betroffenen meist nicht wahrgenommen. In der Regel werden der Wechsel zwischen Schnarchen und Atempausen nur durch den/die Partner(in) registriert. Wichtigste Risikofaktoren für ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom Übergewicht, familiäre Veranlagung, mittleres Lebensalter und anatomische Endstellen des oberen Atemweges.

 

Welche Symptome deuten auf eine Schlafapnoe hin?

Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Tagesmüdigkeit, nachlassende Gedächtnisleistung, Gemütsveränderungen wie Depressionen und nachlassende sexuelle Aktivität sind typische Symptome

 

 

Mit welchen Folgen für die Gesundheit ist auf Dauer zu rechnen?

Die mögliche Beeinträchtigung der Partnerbeziehung durch lautes, unregelmäßiges Schnarchen stellt im Vergleich zu den potentiellen Folgeerkrankungen einer unbehandelten Schlafapnoe dar. Sie stellt einen wichtigen Risikofaktor für Bluthochdruck, Herz- und Gefäßkrankheiten, Depressionen und Impotenz dar. Nicht selten kommt es zu einer Verschlechterung der Hirnleistung. Die häufige auftretende Tagesmüdigkeit ist der Grund für eine erhöhte Unfallgefahr.

Angesichts der schwerwiegenden möglichen Folgeerkrankungen ist es bedauerlich, dass lediglich bei ca. 10 % der Betroffenen frühzeitig ein OSAS diagnostiziert wird und dies obwohl heute moderne, zuverlässige Screening-Verfahren zur Verfügung stehen.

 

 

Schlafscreening mit dem WatchPAT 200

Die HNO-Praxis im Areion-Zentrum setzt für das Schlaf-Screening mit dem WatchPAT200 eine neues diagnostisches Verfahren ein, das eine akkurate Erfassung schlafbezogener Atemstörungen im häuslichen Umfeld ambulant ermöglicht. Neben der Sauerstoffsättigung im Blut werden Veränderungen der Gefäßspannung und Volumenänderungen der Fingerarterien, die eine Bestimmung der Schlafstadien ermöglichen, gemessen. Die Atemgeräusche werden mit einem über dem Brustbein fixierten Mikrophon erfasst. Das am Handgelenk wie eine Armbanduhr befestigte WatchPAT200 nimmt dabei die Messdaten über die gesamte Schlafperiode auf. Vorteilhaft für den Patienten ist die Tatsache, dass im Gegensatz zu den etablierten Verfahren keine große, den Patienten störende Verkabelung erforderlich ist. Die Analyse der Daten erfolgt innerhalb weniger Minuten, sodass bei der Wiedervorstellung sofort die Untersuchungsergebnisse eröffnet werden können.

Auf der Basis dieser Daten kann dann das weitere diagnostische und therapeutische Vorgehen abgesprochen werden.

 

Behandlung des OSAS

Bei schweren oder mittelschweren Formen des OSAS ist die Behandlung mit CPAP-Beatmungsmaske die Therapie der Wahl. Leichtere Formen des OSAS können durch chirurgische oder konservative Verfahren bei denen Engstellen der oberen Atemwege erweitert werden behandelt werden. Darüber hinaus sollte bei Übergewicht immer eine Gewichtsreduktion erfolgen.

 

Wann sollten Sie einen Termin zur Schlafdiagnostik bei uns vereinbaren?

Bitte beantworten Sie die nachfolgend aufgeführten 10 Fragen. Wenn Sie 2 oder mehr Fragen mit ja beantworten könnte eine Schlafstörung vorliegen. In diesem Fall empfiehlt es sich dringend eine weiterführende Diagnostik durch ein ambulantes Schlafscreening zu erwägen.

 

Ja      Nein

 

  1. Ich fühle mich beeinträchtigt wenn ich nicht gut geschlafen habe

 

  1. Ich bin schon beim Autofahren kurz eingeschlafen

 

  1. Ich bin tagsüber häufig müde, auch wenn ich das Gefühl habe gut

zu schlafen.

 

  1. Ich brauche lange Zeit um einzuschlafen

 

  1. Ich wache nachts oft auf u. habe Schwierigkeiten wieder einzuschlafen

 

  1. Ich wache oft auf weil ich schlecht träume

 

  1. Ich wache gelegentlich auf und schnappe nach Luft.

 

  1. Mein(e) Partner(in) teilt mir mit dass ich schnarche und/oder

Atempausen mache

 

  1. Ich fühle mich steif und habe Schmerzen wenn ich morgens aufwache

 

  1. Ich wache oft sehr früh auf und kann nicht mehr einschlafen