Schwindel – Therapie Neu-Ulm

Die meisten Schwindelformen lassen sich durch eine sorgfältige Anamnese und körperliche Untersuchung sicher einordnen. Wichtig ist vor allem die Dauer (Sekunden, Minuten oder Stunden), die Art des Schwindels (Dreh-, Schwank- oder Benommenheitsschwindel) und die Auslösbarkeit, d.h. Verstärkung/Abschwächung z.B. durch Kopflageänderung. Kommt es z.B. durch Kopfdrehung zu einem wenige Sekunden oder Minuten anhaltenden Drehschwindel wie beim Karusselfahren, handelt es sich um die häufigste Schwindelform, den benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel. Diese gutartige Schwindelform wird durch kleine losgelöste Steinchen (Otokonien) im Gleichgewichtsorgan verursacht und lässt sich durch spezielle im AREION erlernbare Lagerungsmanöver sehr gut behandeln. Hält ein Drehschwindel mehrere Stunden an und ist verbunden mit Kopfschmerzen ist häufig eine spezielle Migräneform (vestibuläre Migräne) ursächlich. Hier kann den Patienten im AREION durch Entspannungsverfahren/Akupunktur und eine speziell abgestimmte medikamentöse Therapie weitergeholfen werden. Bei einen Drehschwindel der mehrere Tage anhält, kommt als Ursache ein Ausfall eines Gleichgewichtnervs (Neuropathia vestibularis) in Frage. Hier helfen dem Patienten neben einer medikamentösen Behandlung ein intensives Gleichgewichtstraining unter krankengymnastischer Anleitung. Beklagt der Patient einen Schwank-oder Benommenheitsschwindel vor allem bei Dunkelheit kommt eine „Gefühlsstörung“ an den Beinen (Polyneuropathie) in Betracht. Hier hilft eine Abklärung der Nervenleitgeschwindigkeit durch eine Elektroneurographie weiter. Aber auch Ängste, psychische Belastungen und  Halswirbelsäulenbeschwerden können zu einem Schwankschwindel führen. Hier können dem Patienten in der neurologischen Privatpraxis im AREION Zentrum zur Behandlung neben einem ausführlichen Gespräch, spezielle Medikamente (Antidepressiva) und bei Halswirbelsäulenbeschwerden krankengymnastische Therapie angeboten werden.